Offenheit
Knapp drei Wochen sind wir nun in Australien und es ist an der Zeit zu beschreiben, was uns an der australischen Mentalität am deutlichsten auffällt.
Zuallererst müssen wir als Deutsche die Offenheit und Herzlichkeit der Australier bemerken. Stehst Du mit suchendem Blick und einer Karte am Straßenrand dauert es keine zwei Minuten bis sich eine Traube von Australiern um Dich gebildet hat, von denen jeder in eine andere Richtung zeigt und Dir in jedem zweiten Satz Fragen stellt dazu woher Du kommst, wie lange Du bleibst und ob es Dir hier gefällt. Kurz danach kommen dann die Empfehlungen, wohin Du unbedingt auch noch reisen solltest.
Was die Offenheit der Australier ebenfalls gut beschreibt ist unsere Fahrt in die Innenstadt von Melbourne: Da wir mit einer Menge Equipment unterwegs sind werden wir oft darauf angesprochen, was wir produzieren oder für wen wir arbeiten. Nach und nach klinkten sich immer mehr Mitfahrer ins Gespräch ein und diskutierten die schönsten Plätze von Melbourne, als wir an unserer Haltestelle Ausstiegen diskutierte bereits der gesamte Wagon über die schönsten Orte in Melbourne und wir hatten wirklich Schwierigkeiten uns aus dem Gespräch ausklinken zu können.
Das ist im übrigen etwas was wir uns immer häufiger fragen: wie bekommen die Menschen hier je irgendetwas erledigt?
Gastfreundlichkeit
Da unser Schiff mit all dem Equipment noch immer auf sich warten lässt sind wir auf Strom von außerhalb angewiesen. Das wichtigste Equipment wie Foto- und Filmkamera haben wir zwar dabei, aber die Akkus müssen natürlich auch geladen werden.
Wir hatten aber inzwischen schon mehrmals das Glück, dass uns ein freundlicher Australier, mit dem wir an unmöglichen Orten ins Gespräch gekommen sind, ein Kabel vom Haus zum Truckaus eingeladen hat.
Gestern haben wir auf diesem Weg Ian und seine Frau kennen gelernt. Ian ist Accountant in Melbourne und lud uns zu einer Tasse Tee und zu einer Rundfahrt in seinem alten Mercedes ein, weil man Melbourne einfgach bei Nacht gesehen haben muss. Während der Fahrtsprachen wir über die Mentalität der Australier und weshalb manche Dinge anders laufen als in anderen Ländern. Die Herzlichkeit der Menschen hier macht verständlich weshalb Australien eines der beliebtesten Auswanderungsländer der Welt ist. Bisher kamen bereits 9 Millionen Menschen nach Australien. Es ist ein leichtes mit Australiern ins Gespräch zu kommen, nein man wird eigentlich sofort angesprochen und in ein Gespräch verwickelt. Wer mit sich mit Smalltalk schwer tut bekommt hier einen Intensivkurs.
No worries man
Mit diesem Satz könnte man die Einstellung der Australier auf den Punkt bringen. Über Kleinigkeiten z.B. im Straßenverkehr wird sich hier nicht geärgert. Ist ein Fahrstreifen auf einem Freeway zugeparkt wird einfach darum herum gefahren. Die Hupe im Auto ist für die Australier zum Grüßen gedacht, weniger zur Ermahnung von anderen Autofahrern. No worries scheint mir hier mehr als nur eine Phrase zu sein die fast an jedem Gesprächsende benutzt wird. Es ist die Erkenntnis dass man die Kleinigkeiten die im Leben schief laufen ruhig auch mal schief laufen lassen kann. Sorgen sollte man sich eher über die wichtigen Dinge machen. Und wichtig ist hier nicht viel. No worries eben.
Da wir eben eine Frage dazu erhalten haben nochmal eine kurze Einführung in unser Blogsystem:
Da wir vermutlich anders als geplant nicht im regelmäßigen Rhythmus von etwa zwei Wochen den Blog aktualisieren können werden, sondern sehr unregelmäßig sehr viel an Material auf einmal hochladen werden, ist es für euch bequemer, den RSS-Feed unseres Blogs zu nutzen als immer wieder vorbeizuschauen.
Was ist ein RSS-Feed?
Wenn Du rechts in der Navigationsleiste nach unten scrollst siehst Du einen Menüpunkt XML Feeds. Wenn Du dort unter RSS 2.0 auf Einträge klickst kannst Du aus dem sich dann öffnenden Fenster oben aus der Adresszeile Deines Browsers die Adresse des RSS-Feeds kopieren.
Die fügst Du in Deinen Newsreader ein, z.B. Thunderbird oder Firefox. Dann wirst Du automatisch informiert sobald es auf unserer Seite was neues gibt.
Außerdem bitte die Navigationsleiste ganz oben am Bildschirm beachten. Hier kannst Du zwischen unseren Blog-Rubriken wechseln. Wenn Dich z.B. nur unsere Audiofiles interessieren, dann ist der Audioblog das richtige.
Du kannst Dich auch in unserem Blogprogramm registrieren und uns Kommentare hinterlassen oder dem Autor eines Eintrags eine Mail schreiben.
Eine kurze Statusmeldung:
Wir sind seit rund einer Woche in Melbourne, sammeln Material, schreiben Texte uvm.
Allerdings ist es uns noch nicht gelungen eine stabile Internetverbindung zu organisieren mit der wir auch Aktualisierungen an der Website vornehmen und Bilder hochladen können, geschweige denn Videos.
Ein bisschen müsst Ihr Euch also noch gedulden, aber soviel können wir schon versprechen, es lohnt sich!
no worries,
Marco & Christian
Link: http://www.weiterweg.org
Wir wollen auch hier im Blog auf unsere Online-Praktika hinweisen und erklären, wie das genau funktioniert.
Während unserer Produktionsphase in Australien ist unser Büro in Deutschland nur sporadisch besetzt. Deshalb macht es wenig Sinn, ein klassisches Praktikum zu vereinbaren. Wir bekommen aber viele Anfragen bezüglich Praktika, Bewerbungen etc.
Durch einen unserer ehemaligen Praktikanten (guter Mann, Grüße an Hanno) sind wir aber auf die Idee gekommen, Online-Praktika anzubieten.
Was kannst Du Dir darunter vorstellen?
Du bekommst Material zur Einarbeitung von uns zugestellt (Videoschulungen zu den Programmen mit denen Du arbeitest, Tutorials zu Deinen Aufgaben, Paper die Dir die Struktur und die Planung für das Projekt erklären)
Je nachdem welcher Bereich Dich interessiert bekommst Du in den ersten Wochen eine Schulung für bestimmte Bereiche, vergleichbar mit einem Fernstudium
Wenn Du Dich in einem Thema langsam sicherer fühlst bekommst Du einen eigenen Aufgabenbereich, (z.B. den Aufbau einer eigenen Website mit einem Thema das Dich interessiert oder ein Thema zu dem Du recherchieren und Artikel verfassen kannst.)
Die Abstimmung über Deine Aufgaben machen wir per Telefon, Mail und über ein Onlinetool.
Nach unserer Rückkehr schließt sich ein Präsenzpraktikum an, in dem Du mit uns gemeinsam Deinen Aufgabenbereich optimierst und einen genauen Einblick in unsere Arbeitsweisen und Abläufe bekommst. Außerdem kannst Du dann in alle anderen Bereiche in denen wir Arbeiten Einblick bekommen.
Vorteile für Dich:
Vorteile für uns:
Mögliche Aufgabenbereiche:
Natürlich bekommst Du wie für ein Praktikum üblich ein ausführliches Praktikumszeugnis. So wie Du das vielleicht auch schon kennst werden darin Deine Aufgabenbereiche beschrieben und eine Beurteilung gegeben.
Benötigte Unterlagen:
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung per email an: webad@weiterweg.org
Der internationale Airport in Melbourne ließ nicht gerade eine Millionenstadt erwarten. Abgeholt wurden wir von Claudia von Car Connection. Nachdem wir den ganzen Papierkram erledigt hatten hat uns das CarConnections-Team erst einmal zu einem gemütlichen Wilkommens-Essen eingeladen. Wir konnten das erste Mal die australische Küche genießen und konnten den Abend nach den zwölf Stunden Flug von Hong Kong gemütlich ausklingen lassen.
Besonders dankbar waren wir für das sehr gute Menü im Stammlokal der drei Auswanderer Claudia, Norbert und Heinz von unserer Autovermietung, da das was Cathay Pacific zum Frühstück serviert hat nur im Vollrausch noch als essbar zu bezeichnen wäre.
Am nächsten Morgen hatten wir ausführlich Zeit den Bushcamper genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Wort Bushcamper beschreibt unseren Fahr-, Arbeits-, und Schlafraum für die nächsten 6 Monate sehr gut. Er ist darauf ausgelegt im Bush vorwärts zu kommen, egal ob auf Straßen oder abseits von der Zivilisation. Ausreichend Platz für unser Foto- und Filmequipment bleibt eigentlich nicht.
Der Toyota fährt sich wie ein Truck, auch der Sound und Spritverbrauch erinnern an ein sehr viel größeres Fahrzeug. Aber dafür wird uns diese Asphalt-Gämse hoffentlich auch auf dem entlegensten Offroad-Track nicht im Stich lassen.
Solange das Schenker-Schiff mit unserem Stromgenerator und anderer Ausrüstung noch auf sich warten lässt sind wir dankbar für die beiden verbauten Batterien und den Gasgrill im Bushcamper. Das Fahrzeug ist so wie man es sich vorstellt: laut, groß und mit einem ausklappbaren Dach. Und einem großen Rammgitter, denn die Kängurus sind hier nicht nur sehr zahlreich sondern verhalten sich auch nicht besonders clever wenn sich ein Auto nähert.
Die Lebenserhaltungskosten in Hong Kong sind überraschend gering, wenn man einbezieht, dass es sich um eine der teuersten Städte Asiens handelt. Für eine sehr reichliche Mahlzeit sollten etwa zwei bis vier Euro eingerechnet werden, wobei 20 Hong Kong Dollar (HKD, entspricht rund zwei Euro) im Regelfall genügen. Obwohl wir erwartet hatten, für Europäer ungewöhnliche Geschmäcker austesten zu können wurde in den meisten Restaurants nur ein wenig anders gewürzt als in Europa üblich, nur einmal hatten wir ein Gericht bestellt das auch mit bestem Willen nicht über den Gaumen zu bekommen war.
Dabei müssen wir natürlich auch darauf hinweisen, dass wir gezielt in sehr abgelegenen Restaurants waren, die von vielen Chinesen besucht wurden und westlich orientierte Touristen-Restaurants gemieden haben. Auch die teureren Restaurants in besseren Lagen haben wir gemieden.
Eine besondere Erwähnung verdient die asiatische Version von Subways: in einigen Ubahnstationen fanden wir eine Fastfood-Kette, die uns beide sofort begeistert hat. Sechs verschiedene, typisch asiatische Zutaten können hier in beliebiger Kombination gewählt werden, dazu wählt man eine von sechs Reissorten. Was man dann in die Hand gedrückt bekommt sieht ein wenig aus wie ein Reissandwich, in der Mitte die gewählten Zutaten, darum herum gepresst der Reis. Schmeckt hervorragend, ist gesund und billig. Fastfood in der besten Form die man sich wünschen kann.